Grube Alte Goldkaule (Wissen): Unterschied zwischen den Versionen

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===Die Anfänge der Grube Eisenhardt===
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Im Elbbachtal östlich von Schönstein befindet sich das Bergwerk Alte Goldkaule. Die Grube wurde 1918 von der Metallhütte Braubach und später von der Berzelius Metallhütte GmbH betrieben. 1926 ging es in den Besitz der [[Rohstoffbetriebe Vereinigte Stahlwerke]] über. Das Erzvorkommen bestand vorwiegend aus Bleiglanz. Zudem gab es Spateisenstein, Zink- und Kupfererze. Mit zunehmender Teufe nahmen die Kupfererze ab und der Spateisenstein nahm zu.<br>
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Der Bergbau der Grube geht bis in das Mittelalter zurück. Nachdem die [[Wissener Hütte (Wissen)|Wissener Hütte]] und verschiedene Bergwerke im Jahr 1774 an eine neue Gewerkschaft verliehen worden waren, dehnte sich auch der Bergbau auf Grube Eisenhardt aus<ref>{{Zitat|vor=|Autor=Gleichmann, H. D.|Jahr=1986|Titel=[[Die ehemaligen Eisenerzgruben im Wissener Raum (Dokument)]]|Buchautor=|Buchtitel=|Erscheinungsort=Bochum|Verlag=Bertelsmann|Seiten=516}}</ref>.<br>
 
 
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Seit 1805 war die Grube Eisenhardt mit Unterbrechungen im Abbau. Nach der Konsolidierung verschiedener Grubenfelder im Jahr 1861 wurde 1869 mit dem Tiefbau begonnen <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=146|
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Im Jahr 1918 war das Bergwerk bis auf das Niveau der Stollensohle im Elbbach abgebaut. Nun brachte man einen Tagesschacht nieder, der 50 m unter das Stollenniveau reichte. Hier konnte man ein Bleierzmittel mit 50 m Länge in Abbau nehmen <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=130|Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>. Über Tage wurde eine kleine Aufbereitung mit einer Kapazität von 30 t in 8 Stunden errichtet. Der Abbau des Erzgangs erfolgte bis zur 143 Meter-Sohle. Bereits auf der 100 Meter-Sohle waren die Bleierzvorkommen stark zurück gegangen. Die Spateisensteinvorkommen allein reichten je-doch nicht, um den Betrieb wirtschaftlich aufrecht zu erhalten.<br>
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Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>.<br>
 
 
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Im Jahr 1865 wurde ein erster Maschinenschacht abgeteuft und mit dem Tiefbau begonnen<ref>{{Zitat|vor=|Autor=Fenchel, W.|Jahr=1985|Titel=[[Die Siederiterzgänge im Siegerland-Wied-Distrikt (Dokument)]]|Buchautor=|Buchtitel=Geologisches Jahrbuch Reihe D|Erscheinungsort=Stuttgart|Verlag=Schweizerbart|Seiten=156}}</ref>. 1873 ging die Grube in den Besitz von [[Fa. Friedrich Krupp (Essen)|Krupp]] über.<br>
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Über einen Blindschacht wurde eine 210-m-Sohle sowie eine 290-m-Sohle eingerichtet. Da hier keine günstigen Aufschlüsse mehr zu finden waren, wurde der Betrieb 1924 stillgelegt. Zwischen 1901 und 1923 wurden in der Grube Alte Goldkaule insgesamt 8.943 t Spateisenstein, 4.784 t Bleiglanz, 339 t Kupferkies und 261 t Zinkblende gefördert <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=130|Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>.<br>
 
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1876 bis 1878 wurde ein zweiter Maschinenschacht mit einer Gesamttiefe von 238 Metern. An der Wissen-Morsbacher Straße befanden sich Röstöfen, die mit einer Grubenbahn mit dem Förderschacht verbunden waren. Im Jahr 1884 belief sich die Förderung auf 6.397 t/a Eisenstein und 82,5 t/a Kupfererze. <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=146|Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>.<br>
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Im Jahr 1955 wurde das Ganggebiet der Grube Alte Goldkaule noch einmal von der [[Grube Eupel (Hövels)|Grube Eupel]] in Niederhövels aus unterfahren. Auf der 300 Meter Sohle wurden umfangreiche Auffahrungen und Bohrungen durchgeführt, die jedoch zu keinem positiven Ergebnis führten <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=131|Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>.
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Der Erzgang verlief in etwa von Norden nach Süden, hatte eine Länge von 349 m und eine Mächtigkeit von 1 bis 3 Metern. Auf der 150 Meter-Tiefbausohle war das Eisenhardter Gangmittel auf 150 m und der Hoffnungsgang auf 57 m erschlossen. Mit kleineren Nebengängen belief sich die bauwürdige Länge der Erzvorkommen hier auf rund 300 m. Bereits bei 220 m Teufe endete die Erzlinse <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=146|Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>. Die Stilllegung dürfte kurz nach der Wende vom 19. in das 20. Jahrhundert erfolgt sein. Im Jahr 1906 gewann man noch einmal 659 t Spateisenstein bei einem Nachlesebergbau <ref>{{Zitat|vor=vgl.|Seiten=146|Titel=[[Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf]]|Autor=Hoffmann, A.|Jahr=1964|Erscheinungsort=Essen|Verlag=Glückauf}}</ref>. Insgesamt wurden etwa 190.000 Erz gefördert <ref>{{Zitat|vor=|Autor=Fenchel, W.|Jahr=1985|Titel=[[Die Siederiterzgänge im Siegerland-Wied-Distrikt (Dokument)]]|Buchautor=|Buchtitel=Geologisches Jahrbuch Reihe D|Erscheinungsort=Stuttgart|Verlag=Schweizerbart|Seiten=165}}</ref>.
 
  
 
[[Kategorie: Verbandsgemeinde Wissen|Eisenhardt]]
 
[[Kategorie: Verbandsgemeinde Wissen|Eisenhardt]]

Version vom 28. Oktober 2025, 18:06 Uhr

Grube Alte Goldkaule
GeoStation im
Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus
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Steckbrief
Erste Verleihung: 1918
Schachtteufe: 290m
(Blindschacht)
Minerale: Bleiglanz, Zink,
Kupfer, Spateisen
Belegschaft: xxx
Gesamtförderung: 8.943 t Spat
4784 t Bleiglanz,
339 t Kupferkies
261 t Zinkblende
Stilllegung: 1924
direkter QR-Code: www.qltr.de/qrka0261

Im Elbbachtal östlich von Schönstein befindet sich das Bergwerk Alte Goldkaule. Die Grube wurde 1918 von der Metallhütte Braubach und später von der Berzelius Metallhütte GmbH betrieben. 1926 ging es in den Besitz der Rohstoffbetriebe Vereinigte Stahlwerke über. Das Erzvorkommen bestand vorwiegend aus Bleiglanz. Zudem gab es Spateisenstein, Zink- und Kupfererze. Mit zunehmender Teufe nahmen die Kupfererze ab und der Spateisenstein nahm zu.

Im Jahr 1918 war das Bergwerk bis auf das Niveau der Stollensohle im Elbbach abgebaut. Nun brachte man einen Tagesschacht nieder, der 50 m unter das Stollenniveau reichte. Hier konnte man ein Bleierzmittel mit 50 m Länge in Abbau nehmen [1]. Über Tage wurde eine kleine Aufbereitung mit einer Kapazität von 30 t in 8 Stunden errichtet. Der Abbau des Erzgangs erfolgte bis zur 143 Meter-Sohle. Bereits auf der 100 Meter-Sohle waren die Bleierzvorkommen stark zurück gegangen. Die Spateisensteinvorkommen allein reichten je-doch nicht, um den Betrieb wirtschaftlich aufrecht zu erhalten.

Über einen Blindschacht wurde eine 210-m-Sohle sowie eine 290-m-Sohle eingerichtet. Da hier keine günstigen Aufschlüsse mehr zu finden waren, wurde der Betrieb 1924 stillgelegt. Zwischen 1901 und 1923 wurden in der Grube Alte Goldkaule insgesamt 8.943 t Spateisenstein, 4.784 t Bleiglanz, 339 t Kupferkies und 261 t Zinkblende gefördert [2].

Im Jahr 1955 wurde das Ganggebiet der Grube Alte Goldkaule noch einmal von der Grube Eupel in Niederhövels aus unterfahren. Auf der 300 Meter Sohle wurden umfangreiche Auffahrungen und Bohrungen durchgeführt, die jedoch zu keinem positiven Ergebnis führten [3].

  1. ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 130
  2. ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 130
  3. ↑ vgl. Hoffmann, A. (1964): Beschreibung rheinlandpfälzischer Bergamtsbezirke - Betzdorf. Glückauf, S. 131