Transport im Westerwald und Siegerland: Unterschied zwischen den Versionen

Aus QR-KULTUR
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 1: Zeile 1:
−
 
+
Betrachtet man heute das weitverzweigte Verkehrsnetz des Westerwaldes und der angrenzenden Gebiete, so muss man sich bewusst werden, dass die Geschichte dieser Fortbewegungsrouten aus ganz unterschiedlichen Beweggründen entstanden ist. Heute nutzen wir täglich ein gut ausgebautes Straßensystem um zur Arbeit zu gelangen, unsere Einkäufe zu erledigen oder einfach unsere Freizeit zu gestalten.<br>
−
Der Westerwald und das im Osten angrenzende Siegerland war über gehören bis heute zu den rohstoffreichen Mittelgebirgen in Deutschland. Schon vor der Ankunft der Römer in der Region wurden die Waren, vor allem Metallprodukte, weit über die Region hinaus gehandelt. Hierzu benötigte man Handelsrouten, die die Rohstoffvorkommen mit den Produktionsstätten und weiter mit den Kunden verband.<br>
 
−
Bedeutende Spuren sind hier die mehr als 2.500 Jahre alten Relikte der Siegerländer Eisenproduktion, wie der Fundstelle [[Gerhardsseifen]] bei Kirchen.<br>
 
 
<br>
 
<br>
−
Auch wenn die Römer den Westerwald nie unter Ihre Kontrolle bringen konnten, so diente dieser jedoch als Handelsraum, weit über die Grenzen des Römischen Reichess, hier der [[Limes]], hinaus. Von Handelsposten aus wurden die römischen Städte am Rhein, heute Köln, Koblenz oder Mainz, mit Waren versorgt.<br>
+
Der Westerwald verfügt ebenfalls über ein weitgespanntes Eisenbahnnetz. Heute folgen die Trassen meist noch den großen Flusstälern und werden überwiegend für den Personennahverkehr genutzt. Ein ausgeprägter Güterverkehr findet nur noch auf den Eisenbahnlinien an der Sieg, im Lahntal oder im Rheintal statt.<br>
 
<br>
 
<br>
−
Auch aus dem Mittelalter gibt es zahlreiche Spuren, die auf eine ausgedehnte Rohstoffgewinnung im Westerwald hindeutet. Mehr als Tausend Jahre alte Eisenverhüttungsplätze wurden im [[Pingen und Rennöfen (Obersteinebach)|Raum Horhausen]] oder im [[Diezhöztal]] nachgewiesen.<br>
+
Die Geschichte dieser heute als selbstverständlich wahrgenommenen Verkehrswege ist hingegen vielfältig und reicht nicht selten Jahrhunderte zurück.<br>
 
<br>
 
<br>
  
  
 +
 +
Noch vor weniger als Hundert Jahren führten zahlreiche Nebenbahnen, nicht selten als Schmalspurbahnen, auch in die kleinen Nebentäler. Der Transprot von Rohstoffen und Gütern stand im Fokus des Transportwesens.<br>
 +
<br>
 +
 +
 
[[Kategorie:Transport im Westerwald und Siegerland]]
 
[[Kategorie:Transport im Westerwald und Siegerland]]

Version vom 9. Januar 2026, 23:39 Uhr

Betrachtet man heute das weitverzweigte Verkehrsnetz des Westerwaldes und der angrenzenden Gebiete, so muss man sich bewusst werden, dass die Geschichte dieser Fortbewegungsrouten aus ganz unterschiedlichen Beweggründen entstanden ist. Heute nutzen wir täglich ein gut ausgebautes Straßensystem um zur Arbeit zu gelangen, unsere Einkäufe zu erledigen oder einfach unsere Freizeit zu gestalten.

Der Westerwald verfügt ebenfalls über ein weitgespanntes Eisenbahnnetz. Heute folgen die Trassen meist noch den großen Flusstälern und werden überwiegend für den Personennahverkehr genutzt. Ein ausgeprägter Güterverkehr findet nur noch auf den Eisenbahnlinien an der Sieg, im Lahntal oder im Rheintal statt.

Die Geschichte dieser heute als selbstverständlich wahrgenommenen Verkehrswege ist hingegen vielfältig und reicht nicht selten Jahrhunderte zurück.


Noch vor weniger als Hundert Jahren führten zahlreiche Nebenbahnen, nicht selten als Schmalspurbahnen, auch in die kleinen Nebentäler. Der Transprot von Rohstoffen und Gütern stand im Fokus des Transportwesens.