Die Eisenidustrie des Westerwalds: Unterschied zwischen den Versionen
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Bei Obersteinebach wurde um die letzte Jahrtausendwende eine umfangreiche archäologische Untersuchung von Schlackenplätzen durchgeführt. Hier konnten eine ausgeprägte [[Pingen und Rennöfen (Obersteinebach)|vorindustrielle Eisenverhüttung]] um das Jahr 1000 n. Chr. nachgewiesen werden.<br> | Bei Obersteinebach wurde um die letzte Jahrtausendwende eine umfangreiche archäologische Untersuchung von Schlackenplätzen durchgeführt. Hier konnten eine ausgeprägte [[Pingen und Rennöfen (Obersteinebach)|vorindustrielle Eisenverhüttung]] um das Jahr 1000 n. Chr. nachgewiesen werden.<br> | ||
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| − | Der Handel mit Eisen ist seit dem 15. Jahhundert auf dem Markt in Hachenburg nachweisbar. Somit hatte sich eine stetige Kleinindustrie entwickelt. Die Hütten- und Hammerwerke wurden durch festgeschriebene Hüttenordnungenen reglementiert. Hierin wurde die Anzahl der "Hüttenreisen" festgelegt, also die Anzahl der Schmelzprozesse in einem gewissen Zeitraum. Auch die Wasserrechte wurden vergeben.<ref>{{Zitat|vor=vgl. |Autor= | + | Der Handel mit Eisen ist seit dem 15. Jahhundert auf dem Markt in Hachenburg nachweisbar. Somit hatte sich eine stetige Kleinindustrie entwickelt. Die Hütten- und Hammerwerke wurden durch festgeschriebene Hüttenordnungenen reglementiert. Hierin wurde die Anzahl der "Hüttenreisen" festgelegt, also die Anzahl der Schmelzprozesse in einem gewissen Zeitraum. Auch die Wasserrechte wurden vergeben.<ref>{{Zitat|vor=vgl. |Autor=Schröder, B.|Jahr=1986|Titel=[[Der Weg zur Eisenbahnschiene (Dokument)|Der Weg zur Eisenbahnschiene]]|Buchautor=|Buchtitel=|Erscheinungsort=Neustadt a.d. Aisch|Verlag=Degener|Seiten=7}}</ref><br> |
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| − | Zur Überwachung der Qualität wurde ein verpflichtendes Merkzeichen, also ein Stempel, für die Produkte eingeführt. Die Betriebe wurden Gilden unterstellt. Diese waren Eisenmassenbläser- und Hammerschmiedezunft sowie die Stahlmassenbläser- und Stahlschmiedezunft.<ref>{{Zitat|vor=vgl. |Autor= | + | Zur Überwachung der Qualität wurde ein verpflichtendes Merkzeichen, also ein Stempel, für die Produkte eingeführt. Die Betriebe wurden Gilden unterstellt. Diese waren Eisenmassenbläser- und Hammerschmiedezunft sowie die Stahlmassenbläser- und Stahlschmiedezunft.<ref>{{Zitat|vor=vgl. |Autor=Schröder, B.|Jahr=1986|Titel=[[Der Weg zur Eisenbahnschiene (Dokument)|Der Weg zur Eisenbahnschiene]]|Buchautor=|Buchtitel=|Erscheinungsort=Neustadt a.d. Aisch|Verlag=Degener|Seiten=7}}</ref> Hieran lässt sich erkennen, dass die Eisenproduktion ein bereits verbreitetes Gewerk im Westerwald war.<br> |
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Aktuelle Version vom 4. Juni 2026, 09:16 Uhr
Die Eisenerze des Westerwaldes waren bereits seit Jahrtausenden ein bedeutender Rohstoff des Westerwaldes. An der Sieg, im Giebelwald, konnte eine keltische Eisenverhüttung nachgewiesen werden, die bereits vor mehr als 2.500 Jahren betrieben wurde. Ein kleines Museum im Gerhardsseifen zeigt heute noch die Spuren der einstigen Verhüttungsstätte.
Das frühe Mittelalter
Im Mittelalter war die Erzgewinnung und die Eisenproduktion im Westerwald bereits weit verbreitet. In vielen Bereichen lassen sich mittelalterliche Schlackenplätze nachweisen. Diese finden sich in der Regel dort, wo die Erzvorkommen bis an die Oberfläche traten und ein einfacher Zugang möglich war. Die aus dieser Zeit stammenden Tagebauspuren, die Pingen, ziehen sich noch heute in langgezogenen Ketten über die Höhenrücken des Westerwalds. Eine genaue zeitliche Zuordnung ist hier meist schwierig, da die oberflächennahen Erzvorkommen teilweise noch bis in das 20. Jahrhundert im Tagebau abgebaut wurden.
Bei Obersteinebach wurde um die letzte Jahrtausendwende eine umfangreiche archäologische Untersuchung von Schlackenplätzen durchgeführt. Hier konnten eine ausgeprägte vorindustrielle Eisenverhüttung um das Jahr 1000 n. Chr. nachgewiesen werden.
Im angrenzenden Asbacher Land findet sich eine Vielzahl von frühmittelalterlichen Mottenburgen. Diese Siedlungsstrukturen konnten im Rahmen archologischer Ausgrabungen bereits in einen Bezug zur Metallverarbeitung gebracht werden. Vor allem die Untersuchungen der Spornburg bei Asbach brachte bemerkenswerte Erkenntnisse.
Das Mittelalter
Der Handel mit Eisen ist seit dem 15. Jahhundert auf dem Markt in Hachenburg nachweisbar. Somit hatte sich eine stetige Kleinindustrie entwickelt. Die Hütten- und Hammerwerke wurden durch festgeschriebene Hüttenordnungenen reglementiert. Hierin wurde die Anzahl der "Hüttenreisen" festgelegt, also die Anzahl der Schmelzprozesse in einem gewissen Zeitraum. Auch die Wasserrechte wurden vergeben.[1]
Zur Überwachung der Qualität wurde ein verpflichtendes Merkzeichen, also ein Stempel, für die Produkte eingeführt. Die Betriebe wurden Gilden unterstellt. Diese waren Eisenmassenbläser- und Hammerschmiedezunft sowie die Stahlmassenbläser- und Stahlschmiedezunft.[2] Hieran lässt sich erkennen, dass die Eisenproduktion ein bereits verbreitetes Gewerk im Westerwald war.
Der 30jährige Krieg
Der Waffenbedarf des 30jährigen Kries führt zur Bildung von Unternehmerstrukturen. Dabei treten an verschiedenen Stellen flämische und vaonische UNternehmer in Erscheinung.
Bei Dernbach erwirbt 1639 Johann Mariot aus Lüttich eine Belehnung der Eisensteingruben.[3]
- ↑ vgl. Schröder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 7
- ↑ vgl. Schröder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 7
- ↑ vgl. Schröder, B. (1986): Der Weg zur Eisenbahnschiene. Degener, S. 7