Devon-Box (Krunkel-Epgert): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Ortsgemeinde Krunkel wurden zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Diese sollten nicht einfach eingelagert, sondern in einer Dauerausstellung für die Bürger sowie interessierte Besucher jederzeit zugänglich gemacht werden.<br> | Der Ortsgemeinde Krunkel wurden zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Diese sollten nicht einfach eingelagert, sondern in einer Dauerausstellung für die Bürger sowie interessierte Besucher jederzeit zugänglich gemacht werden.<br> |
Version vom 18. November 2024, 11:10 Uhr
Devonplatz (Krunkel-Epgert) | |
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GeoPunkt im Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus | |
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Steckbrief | |
Erbaut: | 2024 |
Projekt von: | Naturpark Rhein-Westerwald |
gefördert durch: | Land Rheinland-Pfalz |
direkter Link zum Artikel | |
www.qltr.de/qrka0171 |
Die Devon-Box in Krunkel-Epgert
Vor mehr als 400 Millionen Jahren war an der Stelle, wo heute Krunkel, Epgert
und Obersteinebach liegen, ein Meer. Damals lebten dort viele verschiedene
Pflanzen und Tiere. Einige davon waren die Vorfahren von noch heute existierenden
Lebewesen.
Dieses Zeitalter der Erde nennen die Geologen die Devonzeit. In den Steinbrüchen, beim Straßenbau und beim Bau der ICE-Trasse fand man immer wieder versteinerte Abdrücke aus dieser längst vergangenen Welt. Diese Fossilien geben uns einen Einblick, wie die Erde damals aussah.
Die Devon-Box in Krunkel-Epgert
Am Kindergarten im krunkeler Ortsteil Epgert wurde im Jahr 2024 die Devon-Box aufgestellt. Hier wird diese Welt nun wieder ein kleines bisschen lebendig. Zahlreiche Fossilien, die aus dem Erdzeitalter Devon stammen, können hier angeschaut werden. Wer sein Smartphone mitbringt, der kann über einen QR-Code erleben, was die einstigen Bewohner des Devon-Meeres heute zu berichten haben:
Audio-Guides der Devon-Box
Folgende Audio-Guides können auch an der Devon-Box per QR-Code abgerufen werden.
Eine Zeitreise durch das Devon
Erlebt den Wandel vom Lebewesen auf dem Meeresboden hin zu einem steinernen Fossil:
Z1 - Kapitel 1: Das Devon-Meer
Z2 - Kapitel 2: Das Leben geht an Land
Z3 - Kapitel 3: Fossilien entstehen
Z4 - Kapitel 4: Vom Meeresboden zum Gebirge
Die Bewohner des Devon-Meeres
Findet heraus, was die Bewohner des Devon-Meeres zu erzählen haben:
01 Kasper-Kopffüßer (Devon-Box)
02 Armin-Armfüßer (Devon-Box)
03 Timo-Trilobit (Devon-Box)
04 Selina-Schnecke (Devon-Box)
05 Sonja-Sternkissen (Devon-Box)
06 Ronja-Runzelkoralle (Devon-Box)
07 Mia-Muschel (Devon-Box)
08 Sina-Seelilie (Devon-Box)
09 Fridolin-Fisch (Devon-Box)
KI-generierte Audio-Guides mit verifizierten Texten von QR-Kultur.de.
Das Projekt Devon-Box
Beim Bau der ICE-Trasse waren zahlreiche Fossilien zu Tage getreten. Private Sammler und die Fachbehörden hatten hier spannende und zum Teil spektakuläre Versteinerungen aus dem Zeitalter des Devons finden können.
Der Ortsgemeinde Krunkel wurden zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Diese sollten nicht einfach eingelagert, sondern in einer Dauerausstellung für die Bürger sowie interessierte Besucher jederzeit zugänglich gemacht werden.
Bereits im Jahr 2022 ergriff die Ortsgemeinde die Initative und lud Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen zur gemeinsamen Entwicklung einer geeigneten Präsentationsfläche ein. In enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe, dem Landesamt für Geologie und Bergbau sowie Vertretern des Nationalen Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus und des Naturparks Rhein-Westerwald wurde die Idee der Devon-Box geboren. Das Planungsbüro Eul wurde mit dem Entwurf und der Umsetzungsplanung beauftragt.
Der Naturpark Rhein-Westerwald übernahm das Projekt und ermöglichte eine hohe Förderung der Baumaßnahmen durch das Land Rheinland-Pfalz. Unter hohem ehrenamtlichen Engagement der Einwohner konnte schließlich mit dem Bau der Devon-Box begonnen werden.
Die Direktion Landesarchäologie/Erdgeschichtliche Denkmalpflege der Generaldirektion Kulturelles Erbe sowie das Landesamt für Geologie und Bergbau übernahmen die fachliche Ausarbeitung der Ausstellung.
Der Nationale Geopark Westerwald-Lahn-Taunus beteiligte sich gemeinsam mit dem Redaktionsteam von QR-Kultur mit der Umsetzung der fachlichen Themen als kindgerechtes Hörspiel.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Albert Schäfer aus Willroth und Herrn Ralph Seibert aus Ransbach-Baumbach für das zur Verfügung stellen der Exponate.
Verfasser: Christoph Eul und Roger Lang